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Kein Albtraum - leider

12.03.2006

Sehr geehrter Herr Bsirske,

zu Ihrer Ehrenrettung sei gesagt, dass ich es im ersten Moment nur für einen bösen Traum hielt, aber leider ist es Wirklichkeit: Sie kollaborieren mit der PDS und machen sich lieb Kind bei diesem Herrn Gysi. Ihr erklärtes Ziel ist eine rot-blutrote Koalition nach der nächsten Bundestagswahl, und wenn es dafür nicht reicht, wollen Sie auch die Bündnisgrünen in Ihr schmutziges Spiel ziehen (haben Sie eigentlich überhaupt kein Schamgefühl?). Wäre es nicht so bittertraurig, müsste man Ihre Unbekümmertheit milde belächeln: Erwarten Sie im Ernst, dass SPD und Bündnisgrüne sich auf Bundesebene mit der PDS einlassen? Und selbst wenn sie sich aus bloßer Machtfixierung von Ihnen und Ihresgleichen erpressen ließen - hallo, Herr Bsirske, es gibt auch noch eine Welt außerhalb von Gewerkschafts- und Parteivorständen, und nicht diese entscheiden Bundestagswahlen. Was glauben Sie, wie viele Deutsche noch SPD und Bündnisgrüne wählen, wenn diese eine Koalitionsaussage zugunsten der PDS abgeben oder auch nur offen lassen? Doch selbst wenn wider alle Vernunft und Moral eine solche „Regierung“ zustande käme - sie wäre nur ein Flatus im Sturm der Geschichte. Dies zeigt, dass Sie nicht nur gewissen- und verantwortungslos, sondern obendrein fern der Realität sind, und damit haben Sie sich als gesellschaftliche Führungskraft selbst disqualifiziert. Die Verbindung mit der PDS ist kein Kavaliersdelikt, sondern der Beginn eines Kapitalverbrechens, und ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie darüber tief stürzen und zu Fall kommen werden (schöne Grüße auch an Herrn Peters).

Sie sprechen und handeln weder für die Mehrheit der ver.di-Mitglieder noch der Bevölkerung. Stattdessen bringen Sie die Gewerkschaften und deren Mitglieder in Verruf. Wer sich mit den linken Antidemokraten zusammentut, darf sich nicht wundern, wenn er das ideale Feindbild für die Konservativen abgibt. Sie sollten ver.di umbenennen (macht die PDS doch auch andauernd): Transmissionsriemen e. V. - Verein der Freunde und Förderer der PDS, Vereinsmotto: Hier kann sich jeder nützlich machen - vor allem als Idiot. Bestimmt fragen sich sehr viele andere ver.di-Mitglieder wie ich, ob sie es verantworten können, noch länger dabeizubleiben. Bevor ich mich mit der PDS gemein mache, gehe ich lieber auf den Strich.

Tatsächlich verhält es sich natürlich genau umgekehrt: Nicht ver.di schmeißt sich an die PDS ran, sondern die PDS instrumentalisiert ver.di - und damit sämtliche ver.di-Mitglieder. Denn Ihre Genossen Plisch Lafontaine und Plum Gysi, die sich derzeit als Arbeiterführer aufspielen, wissen nur zu gut, welch unzulängliche Basis die bisherige PDS-Wählerschaft ist, die zum überwiegenden Teil aus ostdeutschen Reaktionären und westdeutschen Schlichtbürgern besteht.

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(12.03.2006)