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11.12.2016

Macht hoch die Tür', die Tor' macht weit!

Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr - aber nicht für all diejenigen unter uns, denen das bittere Los beschieden ist, in ein fremdes Land verschlagen worden zu sein, wo sie nicht willkommen sind, nur auf Ablehnung stoßen und ihnen jegliche Heimstatt versagt wird. So stromern sie orientierungslos durch Westdeutschland, immer dorthin, wo gerade alles Volk gezählet werde, will sagen: eine Landtags- oder Kommunalwahl stattfindet. Die Umherirrenden sind höchstschwanger vom scheinheiligen Ungeist Sozialismus und wollen dringend mit ihrem Alien-Bastard niederkommen. Aber nirgendwo finden sie eine nur halbwegs kommode Herberge, in der sie gastfreundlich aufgenommen werden. Statt wie in Ostdeutschland in Luxushotels, gar in der Königssuite wie in Thüringen zu residieren, wird ihnen in Westdeutschland nur ein kalter, stinkiger Stall zugewiesen, und die einzigen, die sich mit ihnen gemein machen, sind ein roter Ochse und ein grüner Esel. Aber am Fest der Liebe, Besinnung und Harmonie müssen auch diese bemitleidenswerten Menschen, denen es so richtig scheiße geht, teilhaben können. Deshalb sollten wir alle an Weihnachten ein westdeutsches PDS-Mitglied zu uns einladen, damit es wenigstens einmal im Jahr ein bisschen Zuwendung und Nestwärme erfährt und im Lichterglanz neuen Lebensmut schöpft für ein weiteres Jahr voller schmählicher Wahlniederlagen, denn „was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“.

Aber was rede ich? Nach dem Wunder der Weihnacht können die versprengten West-PDSler einer vorösterlichen Auferstehung entgegensehen: Am 26. März 2017 ist Landtagswahl im Oskaarland, und das ist fast so heimeilig wie im ach so fernen Stammland. Mit stolzgeschwellter Brust werden die Kleinen zum Rapport im Politbüro der PDS antreten und brauchen ausnahmsweise nicht zu Kreuze zu kriechen und sich als Wessi-Loser abkanzeln zu lassen. Endlich haben sie mal die Planvorgabe leidlich erfüllt und können sich ein bisschen so vorkommen wie ihre großen Paten im Osten und in der Illusion schwelgen, dazuzugehören, statt immer nur als die armen Brüder und Schwestern im Westen zu gelten.

Damit unser PDS-Findling sich nicht wie zu Hause fühlt, sondern behaglich und geborgen, schmücken wir den Weihnachtsbaum statt mit Glocken und Kugeln mit Hammer und Zirkel; auf die Spitze stecken wir einen roten Stern und einen in züchtiges Designerkostüm gehüllten Rauschgoldengel, der aussieht wie Sahra Wagenknecht. Auch ein kleines Geschenk wollen wir ihm auf den Gabentisch legen, vielleicht ein paar rote Socken. Na gut, nicht sehr witzig, noch mal: vielleicht etwas sehnsuchtsvoll Nostalgisches, um wehmütigen, rosaroten Erinnerungen an bessere alte Zeiten nachzuhängen, als die PDS noch ihren richtigen Namen SED trug und ihr zwangsläufig 99 % Wahlergebnis zuflogen, was dann aber kurz vor Weihnachten '89 mit lautem Knall zerplatzte: eine heimelig knisternde, ausgeleierte Vinylscheibe von Nena - „99 Luftballons“.

Horch, was pocht da zu später Stunde geheimnisvoll an die Türe? Ein steinalter Mann ist's, in knallrotem Mantel, mit langem Vollbart, der drauß‘ vom Walde durch knirschenden Schnee hereinstapft: „Nun sprecht, wie ich's hierinnen find: Sind's gute Kind', sind's böse Kind'? Stecken sie die Nas' auch tüchtig ins Buch?“ Unserem verängstigten PDSileinchen verkünden wir die gute, neue Mär, der tattrige Grufti sei der wiedergeborene Karl Marx, der es zur fleißigen Lektüre des „Kapital“ ermahnt. Ei, welch ein Jubel, welch ein Leben wird in unserm Hause sein, wenn der herzige Racker darob vor Freude in die Händchen klatschend mit strahlenden Äuglein und glühenden Bäckchen voll fröhlich-seligem Entzücken in der Stube herumtollt.

Zu guter Letzt wird es sich unter dem Weihnachtsbaum einkuscheln, zufrieden und satt von Apfel, Nuss und Mandelkern, und im Schimmer der verlöschenden Kerzen süß entschlummern. Dann träumt ihm vom goldenen Herbst 2017, in dem die PDS und ihre Stall-Genossen uns einen Nightmare before Christmas bescheren wollen. Ach ja, die rot-blutrot-grünen Putschisten glauben noch an den Weihnachtsmann und verkennen, dass in Westdeutschland die Erde beben und ein Volksaufstand stattfinden würde. In 9 Monaten, Kinder, wird's was geben ... aber nicht, was die Möchtegern-Junta auf ihre Wunschzettel kritzelt, sondern was das Volk, von dem alle Macht ausgeht, auf seinen Stimmzetteln an- und damit deren Machtwahn durchkreuzt. Fürchtet euch nicht, uns wird kein Unheilland geboren!

270-mal werden wir noch wach, heißa, dann ist Bundestach-swahl!

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(11.12.2016)