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Armutszeugnis

06.01.2013

Sehr geehrter Herr Steinbrück,

kaum sind wir mit Mühe und Not dem Weltuntergang entronnen, bricht ein neues Katastrophenszenario über uns herein: Peer Steinbrück schlittert unaufhaltsam dem finanziellen Abgrund entgegen! Ach, Herr Steinbrück, Sie sind einfach zu gut für diese Welt! Gegen Ihren Willen und ohne Ihre Zustimmung hat die SPD Sie in die Kanzlerkandidatur gezwungen, mit der faulen Ausrede, man habe Sie nicht vorher fragen können, weil man Sie nicht bei einem Vortrag stören wollte. Wenn es darum ginge, wären Sie ja niemals ansprechbar. Als standhafter Parteisoldat würden Sie natürlich eher in den Stiefeln sterben, als sich der ungewollten Kanzlerschaft entziehen, aber diesen verzweifelten Hilferuf in der FAZ kann Ihnen niemand verdenken: „Ich werde verhungern! Wie soll ich mit nur 17.000 Euro im Monat auskommen?“ Sehr geehrter, lieber Herr Steinbrück, wenn ich nur könnte - und da spreche ich im Namen aller Aufrechten -, würde ich Sie mit bloßen Händen den Klauen der SPD-Kanzlermacher, dieser Menschenschinder und Sklaventreiber, entreißen und würde von Herzen gern statt Ihrer die unerträgliche Last von monatlich 17.000 Euro auf mich nehmen. Aber ich und meinesgleichen sind nun mal völlig machtlos. So bleibt uns nur eines, um Sie vor der vierjährigen Kanzlerhölle zu bewahren: Wir werden nicht SPD wählen, auf dass Ihnen alle Pein erspart bleibe.

Was aber, wenn der Super-GAU eintritt und die SPD trotz der Ihnen millionenfach zuteil gewordenen Solidarität dennoch die Wahl gewinnt? Dann müssen Sie dem Feind, der erbarmungslosen SPD-Fraktion, die Stirn bieten (davon haben Sie ja reichhaltig) und die Wahl zum Bundeskanzler stoisch über sich ergehen lassen. Vielleicht können Sie es sogar einrichten, ausnahmsweise an dieser einen Bundestagssitzung teilzunehmen. Damit würden Sie zeigen, dass Sie ein ganzer Kerl sind und, den eigenen Untergang vor Augen, nicht wanken und nicht weichen. Danach müssen Sie selbstredend nicht 4 Jahre abwarten, bis Sie endgültig zum Sozialfall geworden sind. Verzagen Sie nicht, sondern besinnen Sie sich auf Ihre Kernkompetenz: Inszenieren Sie einfach ein paar neue finanzielle Skandälchen und lassen sie von der Bild-Zeitung aufdecken, dann treten Sie unter dem Druck der Öffentlichkeit zurück, und von da an haben Sie genügend Zeit und Muße, als Ehrensöldner im Kampf gegen die Verarmung deutscher Berufspolitiker Großes zu leisten. Wegen strategischer und operativer Details wenden Sie sich vertrauensvoll an die Rich-up-your-Life Consulting GmbH (Geschäftsführer C. Wulff). Damit Sie sich einigermaßen über Wasser halten können, bis die Big Raushole gelungen ist, werden Ihre Sympathisanten ein groß angelegtes Spendenprojekt nach dem Vorbild der Aktion Sorgenkind für Sie durchführen: Mehr für P€€R!

Mit mitleidigen Grüßen

Dietrich Klabunde

PS: Sie brauchen uns nicht zu danken - das tun wir doch gern!

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(06.01.2013)