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Contra und Pro

29.04.2007

Ich bin gegen den Mindestlohn! Der Mindestlohn wäre ein Offenbarungseid, eine Kapitulation, das Eingeständnis der Unreife unseres Gemeinwesens - ein Armutszeugnis. Mindestlohn klingt wie staatlich kontrollierte Brotpreise und müffelt nach Planwirtschaft. Mindestlohn ist poplig und von hintergestern, Rückschritt, nicht Fortschritt. Stattdessen werden die Tarifparteien doch wohl weiterhin mit Vernunft, Verantwortung und Gemeinsinn in der Lage sein, die Arbeitseinkommen selbst zu regulieren, ohne dass es staatlichen Eingreifens bedarf? Schön wär's, doch die Verhältnisse sind leider nicht mehr so: Eine bestimmte Sorte Unternehmer, die gar keine sind, sondern schmierige Hinterzimmer-Ganoven, die genauso gut illegales Glücksspiel und Zuhälterei betreiben könnten, ist auf dem schlechtesten Wege, Deutschland in Teilen zu einer Art Dritte Welt verkommen zu lassen. Hier geht es nicht nur um das individuelle Gehalt, vielmehr steht auch unser auf Humanität gründendes zivilisatorisches Niveau auf dem Spiel. Es ist aber klassische Aufgabe des Staates, zu verhindern, dass der Mensch dem Menschen ein Wolf ist. Und der demokratische Staat muss der Gefahr entgegenwirken, dass Menschen in die Fänge von PDS und NPD getrieben werden. Deshalb bin ich für den Mindestlohn - der Not gehorchend ...

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