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Gipfelphobie gegen Islamprävention

21.08.2011

Rein propagandatechnisch geht doch nichts über ein dämonisiertes Feindbild und einen Haufen Leichen. Das wissen alle Ideologen, so auch Kenan Kolat, Chef des türkischen Bundes der Vertriebenen, denen Allah die bittere Prüfung auferlegt hat, ihr Dasein im Jammertal Schland fristen zu müssen, wo es eigentlich ganz schön sein könnte, wenn nur die vielen Eingeborenen nicht wären. Diesmal müssen die Toten von Oslo und Utøya und deren Mörder dran glauben: Weil Letzterer irgendwas davon faselt, er müsse Europa vor dem Islam schützen, meint Herr Kolat, spontan den Anfängen wehren zu müssen (denn merke: Alle Nicht-Muslime haben eine Pistole in der Hosentasche). Deshalb fordert er eine neue Stuhlabnutzungsorgie teils selbsternannter, teils gottgesandter Experten. Die Islamkonferenz des Bundesinnenministeriums, diese kropfartige Lachpille, hat ein bisschen an Schwung verloren, da kommt ein Sequel grade recht, um das Vorgängermodell zu toppen. Nebenbei verübt Herr Kolat das semantische Glanzlicht des Jahres und beschert allen politisch korrekten Zeitgeistschwaflern ein gefundenes Fresschen zum Wiederkäuen: „Präventionsgipfel gegen Islamophobie“ soll das nächste Laberevent heißen.

So werden die wehrlosen Opfer Opfer ideologischer Leichenfledderei; der Täter wird zur Inkarnation des faschistischen Gottseibeiuns stilisiert - wer weiß, wie viele Neo-Nazis das inzwischen tatsächlich glauben. Dass es sich offensichtlich um einen unzurechnungsfähigen psychisch Kranken handelt, der in seinem Irrsinn das von ihm angerichtete Grauen genauso gut mit der Parole „Freiheit für alle Pinguine! Weg mit dem Packeis!“ begründen könnte, ficht Herrn Kolat nicht an. Auch solche Feinheiten wie der nicht ganz ins Bild passende Umstand, dass der Täter keine Muslime, sondern Passanten und Sommerfrischler umbrachte, müssen hinter einer globalen, staatsmännischen Betrachtungsweise selbstverständlich zurückstehen.

Herr Kolat möge alle Hoffnung fahren lassen: Dieser Gipfel wird niemals stattfinden - so blöd sind nicht mal deutsche Berufspolitiker. Aber er ist auch gar nicht erforderlich, denn der Begriff Islamophobie (ohne „o“ geht's auch) enthält 2 fundamentale Denkfehler, nämlich Islam und Phobie. Zu 1: Der Islam an sich ist von vornherein irrelevant, denn es gibt keine Religionen, sondern nur deren gottgesandte, also selbsternannte Protagonisten. Zu 2: Kaum ein Nicht-Muslim hat Angst vor Muslimen. Aber den meisten Nicht-Muslimen gehen Berufs-Muslime wie Herr Kolat schlichtweg nur noch auf die Nerven - mit ihren andauernden Extravaganzen und ihrer elitären Wichtigtuerei.

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(21.08.2011)