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Weniger ist mehr

25.12.2007

Auf dem CDU-Parteitag Anfang des Monats forderte die Bundeskanzlerin, der Staat müsse dafür sorgen, dass die Gesellschaft nicht als ungerecht empfunden wird, womit sie auf überhöhte Managergehälter abzielte. Und sofort auf dem falschen Gleis war. Es geht hier nicht um Empfindungen, nicht ums wolkig Gefühlte. Gerechtigkeit ist nicht relativ, sondern absolut. Was Frau Merkel und all die andern Robin Hoods im deutschen Tann wollen, ist eine bloß theoretische, abstrakte Gerechtigkeit, für die man sich nichts kaufen kann. Gerecht ist eine Gesellschaft, deren Mitglieder genug Geld für einen Lebensstandard besitzen, der über das Allernotwendigste hinausgeht und zudem ein bisschen Luxus ermöglicht. Wenn ich genug Geld habe, ist es mir völlig gleichgültig, ob andere mehr haben und ob sie das, was sie verdienen, tatsächlich verdienen. Sie mögen mit ihrem Geld glücklich werden oder daran ersticken oder sonst was, das interessiert mich nicht, weil es mir nicht schadet. Habe ich aber nicht genug Geld, so nützt es mir überhaupt nichts, wenn irgendwelche Vorstandsmitglieder künftig weniger bekommen. So entpuppt sich diese ganze Diskussion um überhöhte Managergehälter als rührseliges Weihnachtsgesäusel, garniert mit Engelshaar und Neidgefühlen, Populismus pur, der an Volksverdummung grenzt - als wär's von Ossi Lafontaine.

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(25.12.2007)